Susi, meine Katze Susi!

08.12.2018

Susi, meine Katze Susi

Heut morgen ziehe ich die Vorhänge zur Seite, öffne das Fenster, um s'Mäxle, den Kater, ins Freie zu lassen.

Da gibt es einen Beinah-Katzenzusammenstoß!!! Er hinaus, und sie, Susi, herein. Wir alle drei erschrecken!

Und dann weicht der Schrecken und eine wohltuende Erleichterung erfüllt meinen Brustraum! Susi ist wieder da!

Susi, die Vermisste, sieben Tage war sie nicht zu Hause. Das kommt sehr selten bei ihr vor.

Naja, schon manchmal, aber nicht so lange.

Sie bringt einen Duft von Heu mit. Also hat sie sich in einem Heustall mit frischem Heu aufgehalten.

Wo? Das wissen die Götter!

Irgendwo, das weiß die Susi und der Heustall, ich nicht.

Hmmm, interessant, was so eine Katzenabwesenheit in mir so alles auslösen kann. Jetzt, da die Erleichterung Raum in mir eingenommen hat, fällt mir ein, diese erlebten Zustände könnte ich ja in einen Blog schreiben.

Es ist mir vorher nicht eingefallen, einfach zu.

Anfangs: Ich habe Susi heute noch nicht gesehen.

Nach einem Tag: Ja, ja, sie wird dann schon kommen.

Nach zwei Tagen: Hmm, Susi ist noch nicht da.

Nach drei Tagen: Jetzt wird es denn Zeit, dass sie kommt!

Nach vier Tagen: Hoffentlich ist sie nicht irgendwo eingesperrt!

Nach fünf Tagen: Meine Sorgen (eher ein Gefühl) werden größer und erste phantastische Sorgengeschichten nehmen Gestalt an. Ich erzähle meiner Schwester davon. Sie hat logische Erklärungen dafür. Ich bin aber bereits in einer Phase, da kann ( will?) ich dies nicht mehr hören.

Meine Emotionen auf irgendjemand, auf irgendetwas z.B. Autofahrer, Fuchs, Dachs, Jäger, Wetter, Sturm, Regen, Nässe, usw. wollen nun gefühlt werden.

Nach sechs Tagen: Muss ich sie suchen gehen? Nun kommen auch der Tod und die Schuld ins Spiel. Geht sie jämmerlich zugrunde? Ist sie beleidigt auf mich? Habe ich etwas falsch gemacht????

Es gelingt mir noch, der Susi in Gedanken zu sagen, dass es an der Zeit ist, dass sie wieder kommt.

Nach sieben Tagen: Ist sie wirklich tot? Muss ich mich damit abfinden? Dann beginnt schon das Schön-Reden, damit der Schmerz nicht zu groß wird.

Ja, dann wird das Fenster nicht mehr verkratzt. Dann brauche ich weniger Katzenfutter ........ .

Ich finde interessant, was da so alles in meinem Hoheitsreich so alles

abläuft.

Und lomigatieren? Ich würde sagen, etwas, fast nicht! Warum eigentlich nicht?

Darüber werde ich später schreiben.

Eure Ulrike